Naturschutzfonds Wetterau e.V.



25 Jahre Naturschutzfonds Wetterau

Kategorie: Aktuelles

Die Rückkehr der Sumpfschildkröte – Vortrag am 29.02. in Bad Vilbel-Dortelweil

Die Europäische Sumpfschildkröte war ursprünglich in den heimischen Feuchtgebieten häufig anzutreffen. Durch Entwässerung von Sümpfen, aber auch auf Grund des Verzehrs der Sumpfschildkröten als beliebte Fastenspeise im Mittelalter haben die Menschen dem hübschen Reptil übel mitgespielt. So übel, dass die einzige heimische Schildkröte seit langem auf der Roten Liste als ”vom Aussterben bedroht” geführt wird.60 sumpfschildkroete

Glücklicherweise gibt es heute engagierte Menschen, die dem Reptil das Überleben ermöglichen möchten: Die Mitstreiter der AG Sumpfschildkröte um Sibylle Winkel und Dr. Matthias Kuprian. Sie haben, gemeinsam mit den Zoo Frankfurt, ein Wiederansiedelungsprojekt  in den inzwischen wieder naturnah gestalteten Feuchtgebieten im Wetteraukreis gestartet. Von dem spannenden Artenschutzprojekt werden die beiden am:

 

Mittwoch, dem 29. Februar 2012 ab 19:30 Uhr im Kulturforum Bad Vilbel – Dortelweil, Dortelweiler Platz, berichten.

Zu dem kostenfreien Vortrag sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Alte Handys für neue Storchennester

J_Arnold_U-HeckertIn alten Handys stecken wertvolle Rohstoffe, wie zum Beispiel Edelmetalle.
Beim Abbau dieser Rohstoffe wird in Ländern in Afrika oder Asien Landschaft zerstört und Gewässer und der Boden belastet. Daher sollten unbrauchbare oder veraltete Handys unbedingt recycelt werden!

Der Naturschutzfonds Wetterau e.V. sammelt ab sofort gemeinsam mit der deutschen Umwelthilfe alte Handys. Vom Erlös sollen in der Wetterau neue Storchennester aufgestellt werden. Der Vorsitzende der Naturschutzfonds, Landrat Arnold, erläutert: „In diesem Jahr haben 29 Weißstorchpaare in der Wetterau gebrütet – so viele wie seit 1950 nicht mehr! Es könnten noch viel mehr Paare sein, wenn genügend Storchennester in den Feuchtgebieten zur Verfügung stünden. Daher haben wir uns diese Aktion, wo jeder etwas für unsere Weißstörche tun kann, ausgedacht.“
Unter anderem werden in den Feuchtgebieten bei Florstadt, Wölfersheim und Altenstadt neue Storchennester gebraucht.
„Die Sammelkisten stehen ab heute in den Gebäuden des Wetteraukreises am Europaplatz, auch bei Städten und Gemeinden wollen wir Sammelboxen aufstellen“ ergänzt Naturschutzfonds-Mitarbeiterin Ulla Heckert. Firmen, Schulen oder andere Einrichtungen, die uns beim Handy-Sammeln helfen möchten, sind gerne willkommen.
Pro Handy werden vom Abnehmer, der Deutschen Telekom, 3 € für den Naturschutz gespendet: jeweils 1,50 € für den Naturschutzfonds und die Deutsche Umwelthilfe. Wenn genügend Handys gesammelt wurden, kann unter Mithilfe des NABU Bingenheim, der die Nestplattformen baut, und der OVAG ein neues Storchennest aufgestellt werden. „Wenn das Nest dann besetzt ist, sollten wir alle dort oben mal mit dem Handy anrufen“, meint Vorsitzender Arnold augenzwinkernd.

Hier finden Sie Informationen über den Weißstorch in der Wetterau

Weißstörche auf einem guten Weg

U_SeumDer Naturschutzfonds hatte für 25. Oktober zu einem Vortrag ins Bürgerhaus Bingenheim eingeladen. Vor über 70 Zuhörern zeigte sich der Vorsitzende des Naturschutzfonds Wetterau, Landrat Arnold, hoch erfreut, dass die in den letzten Jahren durchgeführten Verbesserungen der Lebensräume des Weißstorches und anderer Bewohner unser Wiesen und Weiden so gute Früchte trug: „In den 80- er Jahren war die Wetterau komplett storchenfrei- nun haben wir im Wetteraukreis wieder 29 Brutpaare. Dank kontinuierlicher Arbeit der ehrenamtlichen und amtlichen Naturschützer, unterstützt unter anderem durch die OVAG beim Aufstellen von Storchenmasten, muss einem um die Zukunft des sympathischen Klapperstorches nicht bange sein“.

Ralf Eichelmann von der UNB erklärte mit beeindruckenden Fotos und Zahlen die Lebensweise, die Ursachen für den dramatischen Rückgang der Storchenzahlen seit Anfang des 20-sten Jahrhunderts und die zahlreichen Naturschutzmaßnahmen der letzten Jahrzehnte, die für die Rückkehr der Weißstörche sorgten. Eichelmann: „Wo früher trockengelegte und stark gedüngte Wiesen und Ackerflächen die Landschaft in den Auengebieten prägten, entstanden durch Initiative vieler Naturfreunde der Naturschutzgruppen vor Ort, der Landwirtschaft und von Behörden wieder Feuchtwiesen und flache Gewässer für Frösche, Libellen und Vögel. Zudem wurden zahlreiche Nisthilfen auf Masten errichtet. Das war quasi eine Wohnungsbeschaffungsmaßnahme für den Storch“.
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Es wurden historische Aufnahmen der Nester in den Wetterauer Dörfern, Fotos von Storchenberingungen und interessante Informationen über das Verhalten beim Vogelzug aufgezeigt – „so ziehen die zur „Westpopulation“ gehörenden hessischen Störche nur noch bis Spanien, sie sparen dadurch viel Energie und kehren sehr früh wieder in die Brutgebiete zurück“ berichtete der Storchenbetreuer Udo Seum aus Bingenheim. Er stellte die praktische Arbeit beim Beringen und beim Bauen der Nestplattformen, die auf die Masten kommen, vor. Außerdem erzählte er Interessantes über die Herkunft der bei uns brütenden Störche und in welche Brutgebiete unsere Jungstörche teilweise abwandern. Diese Informationen werden durch Ringauswertungen gewonnen.

Der nächste vom Naturschutzfonds veranstaltete Vortrag wird am 29. Februar 2012 stattfinden. Thema wird die Wiederansiedelung der Europäischen Sumpfschildkröte sein. Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben.

Der Vortrag “Weißstorch inder Wetterau” hier als download.

Naturschutzstiftung Wetterau gegründet – Zustifter sind willkommen

Im Wetteraukreis gibt es jetzt eine eigene Stiftung zum Schutz und zur Pflege der Natur. Gegründet wurde die Stiftung vom Naturschutzfonds Wetterau e.V., der sich seit über fünfundzwanzig Jahren der Pflege und Entwicklung der Natur im Kreisgebiet verschrieben hat.

Landrat Arnold, Bürgermeister Müller, Michael Schneller und Dr. Burkhard Olberts präsentieren die frisch verliehene Stiftungsurkunde

Landrat Arnold, Bürgermeister Müller, Michael Schneller und Dr. Burkhard Olberts präsentieren die frisch verliehene Stiftungsurkunde

Angesichts der immer knapper werdenden öffentlichen Mittel, die sich auch auf die finanzielle Ausstattung des Naturschutzes auswirken, war die Idee zur Einrichtung einer Stiftung schon seit längerer Zeit in den Köpfen amtlicher und ehrenamtlicher Naturschützer vorhanden. Allein, es fehlte an dem erforderlichen Kapital-Grundstock, ohne den eine Stiftung nicht arbeiten kann.

Konkreter Anlass, den Gedanken wieder aufzugreifen, war ein strittiges Verfahren, bei dem es um die Ablagerung von größeren Mengen Erdaushub in Bad Vilbel-Gronau ging. Die Stadt und der Wetteraukreis hatten daraufhin vereinbart, dem Naturschutzfonds Wetterau e.V. einen Betrag von insgesamt 150.000 Euro für eine zu gründende Naturschutzstiftung zur Verfügung zu stellen.

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Zuchtbulle Lupus sucht ein neues Zuhause

Unser Zuchtbulle Lupus hat innerhalb unseres Landschaftspflegeprojektes im “Bruch von Ranstadt” seine Aufgaben zu unserer – und hoffentlich auch seiner Herde – vollen Zufriedenheit erfüllt. Zur Vermeidung von Inzuchtschäden muss er jetzt leider ausgetauscht werden und sucht einen neuen Wirkungskreis.

Lupus im "Bruch von Ranstadt"

Lupus im "Bruch von Ranstadt"

Es handelt sich um einen Heckbullen, geboren 2003 in Soest, mit 1/8 Sayaguesa-Anteil. Er ist tiefschwarz mit kurzem braunen Aalstrich, hellem Maul und eindrucksvollen Hörnern. Im Gegensatz zu vielen anderen Heckrindern ist er relativ schlank und hochbeinig und wirkt dadurch wildtierhaft. Im Verhalten ist er nicht aggressiv sondern, bedingt durch die Haltungsform,  eher zurückhaltend und scheu.

Interessenten können sich jederzeit mit uns per E-Mail oder telefonisch in Verbindung setzen, um einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Der Preis ist Verhandlungssache, wobei es uns vorrangig darum geht, dass Lupus in gute Hände kommt.

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